Termin Züricher Modell CItyring und Stadt Dortmund

Händler, Gastronomen, Gewerbetreibende, Mitarbeitende, Anwohner und Besucher haben ein berechtigtes Recht auf eine sichere, saubere und funktionierende Innenstadt. Die Interessenvertreter (IHK, Handelverband, Qualitätsroute, Gastronomen Alter Markt und Cityring) der Betroffenen haben daher an die Politik appelliert, dringend an einem Strang zu ziehen, um schnell wichtige Entscheidungen umsetzen zu können.

Aus diesem Anlass fand am gestrigen Tag ein konstruktiver Austausch mit der Verwaltung statt, in dem nochmals auf das seit Jahren genannte Zürcher Modell verwiesen wurde. Das Modell hat u.a. zum Ziel, für die Bürger und Unternehmen wieder eine attraktive Innenstadt herzustellen und gleichzeitig ein funktionierendes Hilfesystem auszubauen. Wer dieses Konzept als Vorbild nennt, muss es auch konsequent und vollständig umsetzen. Das Modell basiert auf vier gleichwertigen Säulen: Prävention, Therapie, Schadensminderung und Repression.

Nur das gleichwertige und konsequente Zusammenspiel aller vier Säulen führt zum Erfolg. Ein selektives Herausgreifen einzelner Elemente durch politische Akteure wird dem ganzheitlichen Ansatz des Zürcher Modells nicht gerecht und kann seine Wirksamkeit nicht entfalten.

Klar ist: In Zürich wird öffentlicher Drogenkonsum im öffentlichen Raum nicht geduldet. Hilfe für Betroffene und konsequente Durchsetzung von Regeln gehören untrennbar zusammen.

Wir erwarten daher von der Politik, das Zürcher Modell konsequent umzusetzen. Unsere Innenstadt als wirtschaftliches und gesellschaftliches Herz Dortmunds verdient entschlossenes Handeln und zwar jetzt.

Zugleich begrüßen wir ausdrücklich, dass sich die großen politischen Fraktionen im Rat der Stadt Dortmund inzwischen auf ein gemeinsames Konzept verständigt haben (Ratssitzung 28.05.2026) und die Verwaltung mit der konkreten Ausarbeitung und Umsetzung beauftragt wurde. Dies ist ein wichtiges und längst notwendiges Signal für die Dortmunder Innenstadt.

Wir sehen darin auch, dass sich unsere zahlreichen Gespräche der vergangenen Monate sowie unseren klar formulierten Forderungen aus Handel, Wirtschaft und Stadtgesellschaft inhaltlich zunehmend widerspiegeln.

Jetzt gilt es, zügig ein tragfähiges und ganzheitliches Konzept zu entwickeln und dieses mit dem notwendigen Tempo umzusetzen. Die Dortmunder Innenstadt benötigt schnelle, sichtbare und nachhaltige Lösungen, um Sicherheit, Aufenthaltsqualität und wirtschaftliche Attraktivität langfristig zu stärken.